Ideen für die RTF der Zukunft

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Christian
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Ideen für die RTF der Zukunft

Beitrag von Christian » 30 Jul 2019, 09:12

Moin Radsportler/innen,

folgendes wird aktuell auf Facebook diskutiert:
Ein Segen für RTF, CTF und die Vereinstätigkeiten wäre folgende Situation:
Jeder Teilnehmer fährt die jeweilige Veranstaltung mit einem Gerät, welches die GPS-Daten anzeigt.
Im einfachsten Fall hat der Gerätehersteller einen Programmmodus bzw. Menüpunkt, der z.B. RTF starten.
In diesem Modus sind nur genauso viele Funktionen aktiviert, das der Fahrer ohne weiteres Zutun nur noch genau das anzeigt, was der Fahrer braucht, um ins Ziel geführt zu werden.
Sobald er das Gerät in diesen Modus schaltet erfolgt
der erste Schritt:
Am Start wird die aktuelle GPS-Datei geladen, die der Verein geplant hat.
2. Schritt: Ab einer Uhrzeit wird die Route überhaupt aktiv. So kann der Verein den Start auf eine früheste Uhrzeit setzen, z. B. 10 Minuten vor dem Start oder gar pünktlich werden die Daten überhaupt angezeigt. Ende offen.
3. Der Fahrer wird geleitet, darf abweichen und wird auch zur Route zurückgeführt. Hinweise POIs werden angezeigt aber sonst wird am Gerät weiter nichts angezeigt, außer er beendet das "RTF-Fahrt"-Programm.
4. An den Kontrollstellen wird automatisch die Position gespeichert. Kontrollzettel und Stempel entfallen. Wird ja aufgezeichnet.
5. Im Ziel nimmt der Fahrer das Gerät zur Einschreibung und bekommt im Gerät die Kontrollpunkte angezeigt, die angesteuert wurden.
6. Auf dem eigenen Gerät beendet der Fahrer das Programm und benutzt das Gerät normal weiter.
7. Derjenige, der kein Gerät hat, gibt das Leihgerät des Landesverbandes zurück und bekommt das Pfand zurück, den er vor dem Start gegeben hat. Urzustand ist wieder hergestellt.
8. Bei Massenveranstaltung wird das Gerät für den nächsten Einsatz am Folgetag aufgeladen. Beim Ausleihen werden kurz vorher die neuen Daten geladen und jeder hat die gleiche Route auf dem Gerät.
9. Der Veranstalter braucht keine Pfeile mehr unterwegs, sondern nur das Personal an den Kontrollstellen.
10. Halterungen fürs Gerät werden mit ausgeliehen. Der Hersteller, der das Programm so umschreibt, das jeder einfach dieses Programm ohne viel Tipperei unterwegs bedienen kann, wird Halterungen fürs Leihgerät so anbieten, das der Fahrer ohne Gerät den Rest des erforderlichen Equipments erhalten kann, um die Halterung am Rad lösbar oder dauerhaft zu Befestigen. Der Fahrer besorgt sich bei Erfolg gerne eine Halterung für sein Rad.
11. Und wenn es gut funktioniert, kauft er auch bestimmt gerne ein eigenes Gerät.
12. Die Software erkennt unterwegs, ob der Fahrer von der gewählten 70 km Runde auf die 40 km Runde abweicht. Da genügt eine Frage auf dem Display: Route von 70 auf 40 wechseln? "Ja, weiter mit 40" oder "zurück zur 70". Ein Touch und weiter gehts wie gewünscht.
13. Bestehende Geräte erhalten beim Händler oder im Hersteller übers Internet ein Software-Update und kann sein eigenes Gerät nutzen.
14. Das File kann im normalen Modus mit allen Funktionen des Gerätes genutzt werden, ist aber mit dem GPS-File ab der Startzeit nutzbar.
15. Jede RTF, CTF, Wander- oder Etappenfahrt, könnte darauf umgestellt werden.
Wenn der BDR und die Landesverbände das vielfach wünscht, werden Garmin und / oder die anderen sich bestimmt überlegen, ob sie mithelfen wollen, die Software für diesen Modus zu ändern.
Klar. Das ist erst einmal Programmieraufwand. Aber ich denke, es ist auf länger gesehen vielleicht ein Ziel für die RTF oder CTF Veranstaltungen mit anders gelegtem Aufwand und ohne Pfeile bzw. verdrehte oder entwendete Pfeile.

Fragt doch mal in Göllheim nach. Deren RTF wird nur noch auf der kleinen Runde ausgeschildert. Wer eine der großen Runden fahren will, sucht sich jemanden, der ein Gerät fürs GPS-File hat oder einen, der die Strecke kennt. Anders bist Du dort auf die Startkarte mit den Ortsnamen angewiesen.
Ab sofort kann auch ich dort mitfahren, denn meinen Testeinsatz hat mein Gerät in den letzten 6 Tagen mit Bravour bestanden.

Erweiterung für gleich oder später:
Verbindungen zu scan&bike sind möglich. Der Fahrer legt das Gerät unter den Scanner und der angezeigte Strichcode bietet zum Auswerten der Punkte alle erforderlichen Daten.

Hat der Fahrer eine Sternfahrt oder Zielfahrt vor, gibt das Programm beim Auswerten her, von welcher Kontrollstelle der Fahrer kommt und wie viel Teilstrecken er unterwegs zur Berechnung der Punkte gefahren hat.

Abfahren der geplanten Strecke mit z. B. 25 km zwischen 2 Kontrollstellen oder Depot bekommen einen Punkt für das Teil, gefahrene Abkürzungen bekommen Abzüge. Kann man mit Nachkommastellen prozentual berechnen oder fest, z. B. unter 80 % gibt es halbe Punkte, was bei dem Beispiel bei unter 20 km eintreten würde.

Gibt noch mehr solche Punkte, um mehr Gleichheit herzustellen.

Weg von dem stupiden Vorankündigen-am Abzweig-Bestätigen zum intelligenten Ausschildern könnte somit endlich gelingen. Und solange diejenigen Fahrer weiterfahren, denen Technik nicht beizubringen ist, wird es immer mehr als 50 % geben, die die Vorankündigung benötigen und eine Bestätigung verlangen. Und die ganzen Beschwerden, Geschwätz was gefehlt hat etc.

Ich habe mit meinem neuen Garmin 1030 das ganze BRT ausgeschildert. Auch ohne Bedienung zwischendurch hat es uns alle wichtigen Abzweige angezeigt, sodass ich mich beim Fahren auf das Aussuchen der Orte konzentrieren konnte. Und ganz ohne Zutun hat es gar aufgezeichnet, wo und wann wir rückwärts oder falsch gefahren sind, um wieder zu einem Punkt zurückzukommen. Jede noch so kleine Abweichung wurde sofort angezeigt. Genau sowas kann gebraucht werden und es muss dabei kein Garmin sein.

Das wäre in meinen Augen schön. Und ich würde gerne weiter Träumen, wenn ich damit Gehör finde. (Quelle: Facebook / Stefan Diwo)
Es gibt bereits eine Vielzahl von Kommentaren bei Facebook dazu.

Mich würde Eure Meinung dazu interessieren!

Bikergruß

Christian
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Rückenwind hat nur, wer zu langsam ist ...
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